Von Tabus und Normalisierung

Oder wie wir uns selber im Abseits behalten

Immer wieder lese ich, dass meine Sexualität nur mich (und meine Gegenüber) etwas angeht. Diese Aussage ist grundsätzlich korrekt. Dennoch bringt sie mich zum Nachdenken, vor allem wenn sie in Verbindung mit dem Wunsch nach Akzeptanz einhergeht. Führt dieses “nicht darüber reden” doch auch dazu, dass es ein Tabuthema bleibt. Über dieses Paradox möchte ich gerne in diesem Text eingehen.

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Warum ich nicht Politisch bin und trotzdem solche Texte schreibe

Ich bin nicht politisch, ich bin nur ein introvertierter Freigeist mit einem Hang dazu, Dinge zu durchdenken und mit einem gewissen Mitteilungsbedürfnis.
Politik forciert Veränderung. Ich will diese Veränderung nicht forcieren, sondern meine persönlichen Ideale bestmöglich leben. Um dies zu tun, muss ich viel hinterfragen und mich damit auseinandersetzen.

Die Welt ist unfair. In ganz vielen verschiedenen Facetten. Das ist so und wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Einige Arten der Ungerechtigkeit betreffen mich als Person direkt, andere betreffen mich als Teil einer Personengruppe. Wieder andere betreffen mich gar nicht. Mit letzteren mag ich mich nicht beschäftigen, dafür ist mir meine Energie zu wertvoll. Bei den anderen Beiden verfolge ich etwa dieselbe Strategie. Ich stelle mir zwei Fragen:

  • Kann ich etwas daran ändern?
  • Gibt es Alternativen?

Bei beiden Fragen spielt auch der Energieaufwand eine Rolle. 

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Von Prioritäten und Entscheidungen

Immer wieder sagen wir “ich würde zwar gerne, habe aber keine Zeit” (oder kein Geld, keine Energie…) Dieser und ähnliche Sätze hinterlassen bei mir immer den leichten Beigeschmack von einer Ausrede. Natürlich hätten wir alle gern mehr Zeit, mehr Geld und mehr Energie um Dinge zu tun, die uns Freude bereiten. Aber schlussendlich steht hinter diesem Satz doch immer die Entscheidung, unsere Ressourcen für andere Dinge zu nutzen. Weil diese für uns eine höhere Priorität haben. Dies zu benennen und zu verstehen könnte meiner Meinung nach zu mehr Verständnis und Sicherheit im Umgang miteinander führen.

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Die Penisfeder auf dem Eisberg

Es traf sich, dass eine auf verschiedenen Ebenen sehr stressintensive Phase meines Lebens mit der Planung des Jubiläums der IG BDSM zusammenfiel. In der Woche nach dem Jubiläum entstand dieses Bild. Vieles, was darin zum Ausdruck kommt wurde am Jubiläum auf die Spitze getrieben, deshalb möchte ich darauf etwas näher eingehen.

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Der Dachs und sein Bau

Vor einigen Jahren hat mir ein Herzensmensch den Kosenamen Dachs gegeben. Mit der Zeit habe ich begonnen, mich mit dem Tier zu identifizieren und nenne zum Beispiel mein Bett “den Bau”und mein Haus ist auch als “Dachsbau” bekannt.
In einer sehr turbulenten Phase meines Lebens hat ein Werk mit Dachs und Bau begonnen, gestallt anzunehmen, nun ist es fertig.

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Von emotionalen und körperlichen Verletzungen

Mit Verletzungen meine ich Dinge, die Schmerzen verursachen und keine Krankheiten sind. So ist zum Beispiel ein Schnitt oder ein Bruch eine körperliche Verletzung, Krebs hingegen eine Krankheit. Ebenso ist eine Enttäuschung oder eine Beleidigung eine emotionale Verletzung, eine Depression aber eine Krankheit. Krankheiten können einen Einfluss auf Verletzungen haben, so kann durch eine Krankheit das Immunsystem geschädigt sein, weshalb derselbe Schnitt mehr Pflege bedarf, als bei einer Person ohne Krebs. Und die Depression kann dazu führen, dass kleine emotionale Verletzungen viel stärker wahrgenommen werden. Ebenso können frühere Verletzungen am selben Ort oder auf die selbe Weise Einfluss auf die direkten Folgen sowie die Wahrnehmung einer Verletzung haben. Und Verletzungen können, wenn sie nicht oder falsch behandelt werden, chronisch werden und sich zu Krankheiten entwickeln. Auf diese Verbindungen möchte ich in diesem Beitrag ausdrücklich nicht eingehen, sondern mich nur auf die einzelne Verletzung konzentrieren. Auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von emotionalen und körperlichen Verletzungen sowie den möglichen Umgang damit. 

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Ein Bücherregal

Meine Lieblings-BDSM-Location, der Alpha Lounge, ist vor kurzem umgezogen. Vor dem Umzug durfte ich schon den Raumplan ansehen, und dabei ist mir besonders ein Raum aufgefallen, er war mit “Bibliothek” angeschrieben. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass darin vorerst keine Bücher geplant seien. Nun, wer mich kennt weiss, ich liebe Bücher. Und eine Bibliothek ohne Bücher, das geht so gar nicht. Also habe ich mir ein kleines Einweihungsgeschenk für die Eröffnungsparty ausgedacht, ein Bücherregal.

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Von zerbrochenen Gläsern und Wahrheiten

Meiner Ansicht nach gibt es zwei Arten von Wahrheiten, die sachlichen Wahrheiten und die individuellen, emotionalen Wahrheiten. Über den Unterschied dieser, sowie deren möglicher zwischenmenschlicher Auswirkungen möchte ich hier schreiben.
Dazu werde ich wieder eine Analogie benützen, die von einem zerbrochenen Glas. 

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